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Neurodivergenz, PMDS & PME: Wenn Körper und Nervensystem Achterbahn fahren

Verfasst von Johanna Schneider - Holistic Health Coach



Für viele Menschen mit Neurodivergenz – sei es ADHS, Autismus oder andere Formen – sind die Tage vor der Periode besonders herausfordernd. PMDS (prämenstruelles Dysphorisches Syndrom) oder PME (prämenstruelle Exazerbation) verstärken Gefühle, Energie-Schwankungen und Konzentrationsprobleme. Alles fühlt sich intensiver an: Freude, Traurigkeit, Wut – und der Körper wirkt schwer, angespannt oder müde.




Was passiert bei PMDS und PME?

PMDS und PME sind wie ein zusätzlicher Modus, den Körper und Gehirn kurz vor der Menstruation einschalten. Für neurodivergente Menschen kann das besonders stark sein:


  • ADHS und PMDS: Konzentration und Geduld sinken, selbst kleine Aufgaben erscheinen unmöglich.

  • Autismus und PMDS: Routinen, die sonst Sicherheit geben, wirken instabil; Reize werden intensiver wahrgenommen.

  • Emotionale Achterbahn: Gefühle werden stärker und schwerer kontrollierbar, Stress und Reizüberflutung nehmen zu.


    Es ist wichtig, zu verstehen: Diese Veränderungen sind kein Zeichen von „Überempfindlichkeit“ oder „Schwäche“. Sie zeigen einfach, dass Körper und Gehirn anders arbeiten – und dass es hilfreich ist, diesen Rhythmus zu kennen und anzuerkennen.


    Alltagstipps für neurodivergente Menschen mit PMDS/PME


Es gibt einfache Strategien, um die Phase erträglicher zu gestalten:


  • Selbstfürsorge priorisieren: Pausen einplanen, sich nicht überlasten.

  • Sanfte Bewegung: Spazieren, TriloChi® kann Nervosität und Spannungen abbauen.

  • Struktur und kleine Ziele: Realistische To-Do-Listen helfen, Überforderung zu vermeiden.

  • Ernährung anpassen: Darmfreundlich, wenig Zucker, ausreichend Wasser.

  • Schlaf und Ruhe: Schlafrhythmus stabil halten, bewusst Entspannungspausen einlegen.

  • Gefühle annehmen: Akzeptieren, dass Emotionen stärker sind – statt gegen sie anzukämpfen.


Den eigenen Rhythmus verstehen


  • Wer seinen Zyklus beobachtet, kann besser einschätzen, wann die Phase der PMDS/PME beginnt, wie stark sie ausfällt und welche Strategien am besten helfen. Ein Zyklustagebuch oder Zyklusapps zu Stimmung, Energie und Symptomen können hier Wunder wirken.


  • Neurodivergenz plus PMDS oder PME ist kein „Problem“, sondern ein besonderer Rhythmus. Indem man eigene Bedürfnisse ernst nimmt, Selbstfürsorge praktiziert und sich nicht vergleicht, wird diese Phase leichter und vorhersehbarer – und man lernt, sich selbst besser zu verstehen und zu unterstützen.



Fühlst du dich in deiner PMDS/PME-Phase oft überfordert oder suchst nach Strategien, die wirklich zu dir passen? Lass uns gemeinsam einen Plan entwickeln, der auf deine Neurodiversität und deinen Zyklus abgestimmt ist. Buche jetzt ein persönliches Coaching bei mir und lerne, dich in dieser Phase selbst zu stärken.



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