Was Olivenöl und Omega‑3 mit chronischen Entzündungen zu tun haben
- johannaschneiderhe
- 26. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Verfasst von Johanna Schneider – Holistic Health Coach

Viele Frauen, die mit PMDS (prämenstruell dysphorisches Syndrom) leben, kämpfen nicht nur mit starken Stimmungsschwankungen, Erschöpfung oder körperlichem Unwohlsein – oftmals spielt auch ein versteckter Faktor eine Rolle: chronische, stille Entzündungen im Körper. Ernährung kann hier ein mächtiges Werkzeug sein – besonders durch Omega-3-Fettsäuren und hochwertiges Olivenöl.
In diesem Blogartikel möchte ich erklären, was genau hinter diesen Zusammenhängen steckt, was die Forschung insbesondere durch Dr. med. Ulrich Strunz sagt und wie ich persönlich Omega-3 und Olivenöl in meinen Alltag integriert habe.
1. Was sind stille Entzündungen – und warum sind sie für PMDS relevant?
Entzündungen kennt man meist als akutes Phänomen: Rötung, Schmerzen, Schwellung – zum Beispiel nach einer Verletzung oder Infektion. Aber es gibt auch eine langsamere, subtilere Form: die stille (subklinische) Entzündung. Dabei sind keine offensichtlichen Symptome wie Fieber oder Schmerzen nötig, doch auf zellulärer Ebene läuft ein entzündlicher Prozess ab, der das Immunsystem, das Nervensystem und auch hormonelle Gleichgewichte nachhaltig belasten kann.
Bei Menschen mit PMDS kann genau dieser unterschwellige Entzündungsmodus eine zusätzliche Belastung sein: Das hormonelle Auf und Ab, die Stressanfälligkeit und die körperlichen Symptome lassen sich durch chronische Entzündungen verstärken. Das bedeutet: Selbst wenn man äußerlich „funktioniert“, kann innen im Körper ein dauerhafter Stress- bzw. Entzündungszustand herrschen.
2. Die Rolle von Omega-3 bei Entzündungen
Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), gelten als besonders wichtig im Kampf gegen Entzündungen.
Hier ist, was sie bewirken:
Entzündungshemmung: Omega-3-Fettsäuren haben die Fähigkeit, entzündliche Prozesse im Körper zu regulieren, weil sie Vorläufer von Molekülen sind, die Entzündungen dämpfen.
Ausbalancierung des Fettsäureverhältnisses: Ein häufiges Problem in westlichen Ernährungsstilen ist ein zu hohes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Ein ausgewogenes Verhältnis kann Entzündungsprozesse deutlich reduzieren.
Neurotrophe Wirkung: Omega-3 unterstützt die Zellgesundheit, insbesondere im Nervensystem, wodurch Konzentration, Stimmung und die Stressregulation positiv beeinflusst werden können.
Zellmembran-Flexibilität: Omega-3 macht die Zellmembranen elastischer und funktionaler – das ist wichtig für den Austausch von Signalmolekülen und für die allgemeine Zellgesundheit.
Was Dr. med. Ulrich Strunz dazu sagt
Dr. Strunz betont in mehreren seiner Schriften die zentrale Bedeutung von Omega-3 für die Prävention und das Management chronischer Erkrankungen. In seinem Artikel „Omega 3 – gut Freund II“ nennt er zahlreiche Erkrankungen, die eng mit einem Mangel an Omega-3 bzw. einem falschen Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 zusammenhängen, darunter:
Chronisch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Asthma
Psychosomatische oder psychische Erkrankungen wie Depression, Angst oder Schlafstörungen
Neurologische Erkrankungen wie Migräne oder Demenz
Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzinfarkt
Außerdem hebt er hervor, dass viele Menschen in westlichen Ländern einen viel zu niedrigen Omega-3-Index haben – damit ist der Anteil von Omega-3 an den Blutfettsäuren gemeint. Auf seiner Website erklärt er, dass ein optimaler Omega-3-Index etwa bei 8–11 % liegen sollte, während viele Menschen nur 4–6 % erreichen.

3. Olivenöl als natürlicher Entzündungshemmer
Auch Olivenöl leistet einen wichtigen Beitrag zur Entzündungsregulation:
Es enthält einfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Ölsäure), die in Studien mit anti-entzündlicher Wirkung in Verbindung gebracht werden.
Darüber hinaus sind Polyphenole in nativem Olivenöl sehr relevant – diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können helfen, Zellschäden zu vermeiden, die Entzündungen verstärken.
In der Forschung konnte gezeigt werden, dass die regelmäßige Einnahme von Olivenöl entzündliche Marker wie das C-reaktive Protein (CRP) und Interleukin-6 (IL-6) senken kann – beides Schlüsselmarker für Entzündungsprozesse.
4. Mein persönlicher Weg mit Omega-3 & Olivenöl
Weil ich selbst mit PMDS lebe, war es mir wichtig, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in mein tägliches Leben zu integrieren:
Omega-3: Ich nehme täglich ein hochwertiges Omega-3-Präparat ein. Mir ist wichtig, dass ich damit meine entzündlichen Prozesse dämpfe, mein Nervensystem unterstütze und ein gesundes Fettsäureverhältnis aufrechterhalte.
Olivenöl: Ich verwende extra natives, kaltgepresstes Olivenöl für kalte Speisen, Salate oder Dips – so profitiere ich voll von den Polyphenolen und den gesundheitsfördernden Fettsäuren. Für das leichte Andünsten oder Braten nutze ich ein Olivenöl mit etwas höherem Rauchpunkt („Brat-Olivenöl“), damit ich auch beim Kochen nicht auf entzündungshemmende Fette verzichten muss.
Diese Kombination von Omega-3 und Olivenöl ist für mich ein kraftvolles Fundament: Sie hilft mir, mein Energielevel zu stabilisieren, meine PMDS-Symptome abzumildern und mein Nervensystem zu beruhigen.
5. Warum das wichtig ist – gerade bei PMDS
PMDS und Entzündungen: PMDS kann durch hormonelle Schwankungen bereits Stress und Belastung auf das Immunsystem bringen. Chronische Entzündungen verstärken diese Belastung zusätzlich – und können damit PMDS-Symptome wie Reizbarkeit, Erschöpfung oder Stimmungstiefs verstärken.
Langfristige Gesundheit: Indem wir stille Entzündungen reduzieren, schützen wir nicht nur unsere unmittelbare Lebensqualität, sondern auch unsere langfristige Gesundheit. Viele chronische Krankheiten haben Entzündungen als gemeinsame Wurzel.
Ganzheitliche Begleitung: Ernährung ist nicht die einzige Lösung – aber ein sehr kraftvoller Baustein. In Kombination mit anderen Tools (z. B. Stressregulation, Bewegung, Schlaf) kann sie einen echten Unterschied machen.
6. Quellen & wissenschaftlicher Bezug
Die wissenschaftlichen Aspekte zu Entzündungen, Omega-3 und Gesundheit stützen sich in mehreren Punkten auf die Arbeiten und Publikationen von Dr. med. Ulrich Strunz, insbesondere aus seinen Büchern „Heilung erfahren. Verborgene Krankheiten erkennen und besiegen“ und „Fit mit Fett: Die Omega-3-Revolution“
Sein Artikel „Omega 3 – gut Freund II“ beschreibt sehr klar, welche Krankheiten besonders stark von Omega-3 abhängig sein können.
Auf seiner Praxis-Website verweist Dr. Strunz auf einen idealen Omega-3-Index sowie auf die gesundheitlichen Effekte von Omega-3 auf Herz, Immunsystem, Gehirn und Sterblichkeit.
Fazit
Für mich ist es klar: Omega-3-Fettsäuren und hochwertiges Olivenöl sind mehr als nur „gesunde Fette“ – sie sind Schlüsselelemente, um stille Entzündungen im Körper zu regulieren, das Nervensystem zu stabilisieren und meine PMDS-Symptome ganzheitlich zu lindern. Diese Erkenntnisse stammen nicht nur aus meiner eigenen Erfahrung, sondern beruhen auch auf wissenschaftlich fundierten Quellen wie den Büchern und Artikeln von Dr. Strunz.
Wenn du ebenfalls mit PMDS oder chronischer Erschöpfung kämpfst und daran interessiert bist, wie du mit Ernährung Entzündungen reduzieren und dein Wohlbefinden stärken kannst, helfe ich dir gern dabei. Lass uns gemeinsam schauen, welcher Weg gut für dich ist.



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