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SIBO, IMO & FDO – was wirklich hinter „Reizdarm“ stecken kann

(Und warum ganzheitliche Balance Zeit braucht)**

Von Johanna Schneider – Holistic Health Coach



Viele Menschen bekommen bei Verdauungsproblemen die Diagnose Reizdarm – oft vorschnell und ohne genau hinzuschauen. Doch Reizdarm ist eigentlich ein Sammelbegriff. Dahinter können völlig unterschiedliche Ursachen stecken, u. a. SIBO, IMO oder FDO.

Ich teile hier meine persönliche Erfahrung, mein ganzheitliches Wissen und möchte dir helfen, deine Beschwerden besser zu verstehen.


(Kein Ersatz für medizinische Diagnosen oder Therapien.)




🔍 Was sind SIBO, IMO und FDO überhaupt?


SIBO – Small Intestinal Bacterial Overgrowth

klassische SIBO

→ zu viele wasserstoffbildende Bakterien im Dünndarm

→ führt häufig zu Durchfall, Blähbauch, Aufstoßen, Schmerzen, Brain Fog


IMO – Intestinal Methanogenic Overgrowth

technisch gesehen keine klassische SIBO, weil es Methanogene (Archaeen) sind, keine Bakterien

→ geht aber genauso auf den Test

→ typisch: starke Verstopfung, Blähbauch wie „schwanger“, träge Verdauung, Gewichtszunahme/neigung


FDO (auch FIMO genannt) – Fehlbesiedelung im Dickdarm

→ hier bilden bestimmte Bakterien Schwefelwasserstoff (H₂S)

→ Symptome oft:

  • Blähbauch, Druck

  • Übelkeit

  • stark stinkende Blähungen (faulig-schwefelig)

  • Müdigkeit, Brain Fog

→ dieser Typ ist schwieriger zu testen (nicht alle Labore erkennen ihn, manche nur indirekt)


Alle drei gehören zu den Dünndarmfehlbesiedlungen, sind aber NICHT dasselbe. Viele Menschen laufen jahrelang mit Symptomen herum, weil sie nur „Reizdarm“ diagnostiziert bekommen – ohne die eigentliche Ursache zu kennen.


❓ Wie entsteht eine Dünndarmfehlbesiedlung?


Es gibt nicht eine Ursache – meistens ist es ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren.

Die häufigsten:

  • Stress → verlangsamt die Darmbewegung & schwächt die Verdauung

  • Zu häufiges Snacken → Nahrung bleibt zu lange im Dünndarm

  • Schilddrüsenunterfunktion → Darm arbeitet langsamer

  • Magen-Darm-Infekte → können das System langfristig durcheinanderbringen

  • verdorbene Lebensmittel → wenn die Darmschleimhaut danach nie wirklich in Balance kommt

  • zu viel Magensäure / zu wenig Magensäure

  • falsche Ernährung

  • geschwächtes Immunsystem

  • vegetarische / vegane Ernährung ohne Ausgleich bestimmter Nährstoffe

  • fehlende Essensroutinen

  • genetische Faktoren


Und ein Punkt, über den kaum jemand spricht:

Die „Klappe“ zwischen Dünn- und Dickdarm (Ileozökal-Klappe)

Wenn sie nicht richtig schließt oder geschädigt ist, können Bakterien zurück in den Dünndarm wandern.


⚡ Typische Symptome

(aus eigener Erfahrung – keine Diagnose)


Ich selbst habe erlebt:

  • aufgeblähter Bauch (wie im 6. Monat schwanger)

  • extreme Luft im Bauch

  • Schmerzen oder Druckgefühl

  • Aufstoßen

  • Brain Fog (bedeutet, dass sich der Kopf „vernebelt“ anfühlt – Konzentration, Klarheit und Denken sind erschwert, als würde dein Gehirn im Stand-by-Modus laufen.)

  • Erschöpfung

  • Malabsorption (bei mir: Sorbit & Fruktose)

  • Schwankende Verdauung

  • Stimmungsschwankungen durch Darm-Hirn-Achse


Es betrifft nicht nur den Bauch – es kann das ganze Nervensystem, die Energie und mentale Klarheit beeinflussen.


🧪 Diagnose: Warum der richtige Test entscheidend ist


Viele wissen nicht, dass es verschiedene Atemtests gibt – und dass nicht alle gleich zuverlässig sind.

👉 Lactulose-Atemtest

Empfehlenswert, weil Lactulose den gesamten Dünndarm erreicht und Fehlbesiedlungen zeigt.


👉 Glukose-Atemtest

Nur für den oberen Teil des Dünndarms – kann falsch unauffällig sein.


Ich selbst habe zusätzlich getestet:

  • Laktose

  • Sorbit

  • Fruktose

… und dadurch entdeckt, dass ich auf Sorbit und Fruktose stark reagiere.


🌿 Warum ein ganzheitlicher Ansatz so wichtig ist


SIBO entsteht nicht über Nacht – und es geht auch nicht über Nacht wieder weg.


Die Realität:

❌ Es gibt keinen Quick Fix

❌ Ungeduld macht es schlimmer

❌ Der Körper braucht Zeit

Viele verzweifeln nach 3–4 Monaten – dabei ist das häufig noch nicht genug. Manchmal dauert es 1 Jahr oder länger, bis das System wieder stabil ist.


Was mir geholfen hat:


  • Ernährung anpassen (phasenweise & individuell)

  • Stress regulieren (Nervensystemarbeit, Lachyoga, TriLochi®)

  • Akupunktur

  • Keine Snacks zwischen den Mahlzeiten

  • Optimal versorgt mit Nährstoffen arbeiten

  • Schlaf & Routinen stabilisieren

  • Geduld üben & Akzeptanz

  • Bakterien aus dem Dünndarm eliminieren (mit pflanzlichem Antibiotikum) und anschließend den Darm gezielt wieder aufbauen durch Nährstoffe und gezielte Ergänzungen, Stück für Stück


Das Wichtigste:

👉 Ich habe aufgehört, gegen meinen Körper zu kämpfen.
Ich habe gelernt, zuzuhören.

🌟 Meine persönliche Erfahrung


Nach mehreren Tests, Ernährungsanpassungen und einem ganzheitlichen Plan sind meine Fruktosemalabsorption nach 6 Monaten und meine Sorbitolmalabsorption nach etwa 9 Monaten verschwunden – heute kann ich wieder alles essen.


Ich habe:

  • Weniger/kaum Symptome

  • Keine „Schwangerschafts-Bauch“-Tage mehr

  • Bessere Verdauung

  • Klareren Kopf

  • Mehr Energie

  • Stabilere Stimmung

  • mehr Balance in meinem Leben


Nicht, weil ich perfekt war – sondern weil ich konsequent, liebevoll und geduldig geblieben bin. Ich habe meinem Körper vertraut, dass er es schaffen kann – mit einem ganzheitlichen Plan.



Wenn du Verdauungsprobleme hast, die „irgendwie nicht weggehen“, oder dir unsicher bist, ob SIBO, IMO oder FDO eine Rolle spielen:


👉 Melde dich gerne bei mir. Ich kann dir helfen:

  • Atemtests besser zu verstehen

  • Resultate einzuordnen

  • Ernährung & Routinen individuell anzupassen

  • ganzheitliche Schritte zu planen (Stress, Ernährung, Nährstoffe, Nervensystem)


Du musst diesen Weg nicht alleine gehen 💙🧡



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